Greta, die Deutsche Bahn und Twitter: Eine Geschichte vor allem darüber, wie wenig wir über Kommunikation wissen.

30. Dez. 2019

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Das Lager­den­ken bei­seite sind der Tweet Thun­bergs — in stark gefüll­ten Zügen auf den Boden sit­zend— und die Ant­wort der Deut­schen Bahn AG — dass das so nicht stimmt — ins­be­son­dere ein Bei­spiel dafür, dass die Unwahr­schein­lich­keit erfolg­rei­cher Kom­mu­ni­ka­tion und/oder anders gemä­ßig­ter Kom. unter dem Dogma der Ver­ein­fa­chung oder hier der Ver­kür­zung (wei­ter) lei­det. Dass die Unwahr­schein­lich­keit und damit das Anein­an­der-Vor­bei­re­den sogar zuneh­men — u. a. durch Twit­ter. Der Kurz­nach­rich­ten­dienst ist Instru­ment, aber auch eine den Kom.-Stil sei­ner Nut­zer mit-prä­gende, gar ver­zer­rende Größe. Oder er scheint ein (in die­sem Zusam­men­hang) falsch gewähl­tes Medium für kon­struk­tive Dia­loge ange­sichts kom­ple­xer Pro­blem­la­gen. Ein Plä­doyer auch für mehr Kom­ple­xi­tät, vor­der­grün­dig aber für mehr Wis­sen zum Umgang mit Medien.

Die Bahn und Greta Thun­berg pola­ri­sie­ren, jeder für sich: zukunfts­wei­sen­des, ega­li­tä­res, umwelt­freund­li­ches Ver­kehrs­mit­tel vs. kon­zept­lo­ser, semi-statt­li­cher Kon­zern ohne bemerk­bare Opti­mie­rung; Idol und Sym­bol drin­gend not­wen­di­gen Wan­dels vs. inhalt­lose, spal­tende, über­be­wer­tete Kunst­fi­gur usw. »Wer nicht für mich ist, ist gegen mich« — und das aller­seits. Hier geht es nicht darum eine die­ser Posi­tio­nen zu ergrei­fen oder zu ver­tei­di­gen. Es bleibt hier nicht Zeit, sie in einen Kon­sens zu ver­wan­deln. Viel­mehr geht es darum, warum die ange­ris­se­nen Posi­tio­nen eine mehr oder min­der offen­sicht­li­che Radi­ka­li­sie­rung oder zumin­dest Härte in sich tra­gen. Und wie das damit ver­bun­dene Anein­an­der­vor­bei­re­den — wenn man denn wollte — gemin­dert wer­den kann.

Radikalität als Nebenprodukt unserer Gegenwart … 

Die geringe, aber in vie­len Debat­ten unse­rer Gegen­wart zu beob­ach­tende Kom­pro­miss­be­reit­schaft kommt nicht von unge­fähr. Sie ist Resul­tat und — das ist wich­tig — Instru­ment zugleich: Ein Feind­bild stärkt das Innere einer Bewe­gung, über­brückt (oft nur dem Anschein nach und nur für begrenzte Zeit) innere Kon­flikte. Es — das Feind­bild — wird also bis­wei­len sogar intern geför­dert: »Die Ande­ren tun und machen …« Ande­rer­seits oder zusätz­lich kön­nen ent­spre­chende Kli­schees extern begüns­tigt wer­den — eben, indem man auf externe Kri­tik mit pau­scha­ler Ableh­nung aller darin vor­ge­brach­ten Argu­mente reagiert, also quasi auf Grund des emp­fun­de­nen oder tat­säch­li­chen Dru­ckes von außen. Wel­cher dann wie­derum auch in der Qua­li­tät der Kri­tik begrün­det ist. Qua­li­tät heißt hier »Art und Weise« — Kri­tik kann zum Bei­spiel fun­diert sein, sach­lich begrün­det sowie kon­struk­tiv. Oder sie ist plump bzw. in die­sem Fall so plump wie das Kri­ti­sierte: Soll hei­ßen, es ent­steht des Öfte­ren eine Art von Spi­rale. Ein ähn­li­cher Ton — vom Kri­ti­sier­ten, über die Kri­tik bis hin zu wei­te­ren Ent­geg­nun­gen. Dabei wird er — der Ton — immer schärfer. 

Ein jeder kennt der­glei­chen in klei­ne­rem Maß­stab: Zwei Freunde, beide Fans der [div. Men­schen­grup­pen belei­di­gen­den] Band XX und deren Shirt tra­gend, strei­ten sich. Eine dritte Per­son kommt hinzu und greift den Geschmack der bei­den an [— inhalt­lich und in der Tona­lity dem radi­ka­len Tenor der Lie­der­text ent­spre­chend ≈ viel­leicht, weil man denkt, so die glei­che Spra­che zu spre­chen, die bei­den bes­ser zu errei­chen, tie­fer zu ver­letz­ten oder sich unbe­wusst auf ein ähn­li­ches Niveau begibt, »hin­ein­ge­zo­gen« wird]. Da ist der Kon­flikt zw. den Freun­den (zunächst) ver­ges­sen, gar jedes nun kom­mende Argu­ment des drit­ten, warum die Musik der favo­ri­sier­ten Gruppe nichts tauge, bedeu­tungs­los gewor­den bzw. wird gemein­sam abge­wehrt oder ent­spre­chend zurück­ge­keilt. Dar­auf gibt es dann eine noch hef­ti­gere Ant­wort … usw. 

Es scheint also egal, was man macht … ob man sich im Tenor auf das Niveau begibt oder nicht, also auf der höher gele­ge­nen Straße bleibt oder nicht … Aber es wäre zu pes­si­mis­tisch, in Hoff­nungs­lo­sig­keit zu ver­fal­len. Die­ses Bei­spiel ver­weist jedoch auf den Umstand, dass Kom­mu­ni­ka­tion alles andere als ein­fach ist: Sie alle ken­nen sicher­lich diverse Miss­ver­ständ­nisse. Erfolg (was auch immer man dar­un­ter ver­steht) und/oder eine für Her­aus­for­de­run­gen und/oder für demo­kra­ti­schen Kon­sens so wich­tig Aus­ge­gli­chen­heit (um über ver­schie­dene Kon­zepte oder Men­schen­grup­pen und ihre Inter­es­sen hin­aus Ver­ständ­nis und einen Dia­log her­zu­stel­len) sind also Aus­nah­men. Es gibt aber begüns­ti­gende Metho­den bzw. schon das Wis­sen um kom­mu­ni­ka­tive Mecha­nis­men kann einen dies­be­züg­li­chen Bei­trag leisten …

Freiheit

Aus der Erfah­rung des Autors die­ses Blogs her­aus ist geringe Kom­pro­miss­be­reit­schaft aber vor allem von zwei Fak­to­ren bestimmt — von Frei­heit und Kom­ple­xi­tät: Das ist keine Absage an das hohe Pri­vi­leg von Frei­heit, son­dern schlicht ein Ver­weis auf ein in gewis­sen Rah­men damit ein­her­ge­hen­des Phä­no­men: In einer frei­heit­li­chen Gesell­schaft kann sich ein jeder äußern, darf und soll es sogar. Die Grenze zw. fun­dier­ter bzw. gemä­ßig­ter Streit­kul­tur, die die Mei­nung des ande­ren akzep­tiert oder zumin­dest tole­riert, damit nicht ver­teu­felt, die sich bemüht, nicht rund­herum zu belei­di­gen oder zu per­sön­lich zu wer­den, ist in einer eher unbe­dach­ten Aus­le­gung von Frei­heit bis­wei­len sehr schnell über­schrit­ten. Noch­mal, das heißt nicht, dass Frei­heit irgend­wel­che will­kür­li­chen Gren­zen ver­passt wer­den soll­ten. Denn es gibt ja schon der­glei­chen bzw. eine wohl durch­dachte, wenn auch abs­trakte Form: Mei­nungs­frei­heit hört auf, wenn andere belei­digt bzw. in ihrer Frei­heit ein­ge­grenzt werden. 

Viel­mehr geht es hier also darum, in Bezug auf Kom­mu­ni­ka­tion und Medien, ein Mehr an Selbst­re­fle­xion anzu­re­gen, um diese Grenze zu erken­nen. Oder sogar das Spiel mit die­ser Grenze zu iden­ti­fi­zie­ren und wel­che Rolle Nut­zer und Medien dabei bzw. darin spie­len: So ist es ja ein belieb­tes Mit­tel von popu­lis­ti­scher Kräf­ten, sich selbst um die eigene frei­heit­li­che Mei­nung und etwai­gen Respekt betro­gen zu sehen, wäh­rend man ande­rer­seits unge­niert die Grenze ande­ren gegen­über bzw. ande­rer ver­letzt. Und gleich­sam schmet­tert man gegen »die Medien« und nutzt sel­bige selbst bis zum Exzess …

Komplexität

Mit einer frei­heit­li­chen Gesell­schaft geht eine wach­sende Kom­ple­xi­tät ein­her oder bes­ser gesagt, der Ein­druck, sie sei kom­ple­xer denn je oder — quasi als Stei­ge­rung — kom­pli­ziert oder chao­tisch. Frü­her gab es eben nur zwei Kanäle im Fern­se­hen oder die eine große Zei­tung, die man im Brief­kas­ten vor­fin­den konnte. Nun gibt es viele Mei­nun­gen, die der eig­nen auch mal wider­spre­chen. Dann sind da noch die spe­zi­fi­schen Ange­bote für ebenso spe­zi­fi­sche Inter­es­sen­grup­pen oder bes­ser für Men­schen­grup­pen, die sich einst in Ange­sicht des ver­meint­li­chen Kon­sen­ses einer oder der Gesell­schaft ver­ste­cken muss­ten. Dahin­ge­hende Bei­spiele lie­gen auf der Hand. 

Ver­meint­lich war es frü­her also ein­fa­cher. Ver­meint­lich des­halb, weil, wie ja gerade schon gesagt, oft das, was es angeb­lich frü­her nicht gab, nur unter­drückt oder igno­riert wurde. So wurde Men­schen nicht nur aus irgend­wie defi­nier­ten — »so war es halt schon immer« — Grün­den aus­ge­grenzt, über bestimmte For­men (etwa sexu­el­ler) Ver­bre­chen wur­den ein­fach nicht gespro­chen, über den Völ­ker­mord »am ande­ren Ende« der Welt wurde ein­fach mal gar nichts berich­tet. Jetzt nun prallt all dies auf einen ein und der oder die eine sehnt sich nach frü­he­ren Zei­ten — oft ohne die damit ein­her­ge­hen­den, für zahl­rei­che Men­schen oder gesell­schaft­li­che Pro­bleme fata­len Ein­schrän­kun­gen bedacht zu haben. 

… oder das, was wir dafür halten.

Nichts­des­to­trotz ist die Reak­tion auf die plötz­lich wahr­nehm­bare bzw. wahr­ge­nom­mene Kom­ple­xi­tät oft die Ver­ein­fa­chung oder sich an die­je­ni­gen zu wen­den, die Ver­ein­fa­chun­gen anbie­ten. Ver­ein­fa­chun­gen sind damit nicht unbe­dingt etwas Schlech­tes. Stich­wort wäre hier etwa über­stra­pa­zier­ter »Wis­sen­schafts-Sprech«, der oft mehr oder min­der bewusst eine brei­tere Zugäng­lich­keit ver­wehrt. … Auch Greta selbst ist eine Form der Ver­ein­fa­chung — sie macht sich oder lässt sich zur Sym­bol­fi­gur sti­li­sie­ren: Wie jeder der sich mit Erzäh­len inten­si­ver aus­ein­an­der­setzt weiß, sind sol­che Figu­ren oder Per­so­ni­fi­zie­run­gen in gewis­sem Grade not­wen­dig, zumin­dest kön­nen sie hilf­reich sein — und das nicht nur in Bezug auf Mär­chen, Filme etc., son­dern auch um Infor­ma­tio­nen zu ver­mit­teln (wie gesagt, dass wird in Wis­sen­schaft und Bil­dung oft ver­ges­sen). Sie kön­nen — »kön­nen«, nicht müs­sen — Sach­ver­halte zugäng­li­cher machen.

Es gibt aber dies­be­züg­lich eine Grenze bzw. es gilt, Abwä­gungs­fra­gen zu beant­wor­ten. Oder gleich anders gesagt, nicht immer ist es über­haupt sinn­voll, zu ver­ein­fa­chen. Ein Sach­ver­halt wird damit nicht unbe­dingt ver­ständ­li­cher, son­dern — aus Erfah­rung des Autors die­ses Blog­bei­trags — regel­mä­ßig ver­zerrt. Das wer­den wir kon­kret auf die Tweets bezo­gen noch sehen. Vor allem die anver­wandte Stra­te­gie des Ver­kür­zens ist in die­sem Zusam­men­hang pro­ble­ma­tisch — eben auch im Zuge der Eigen­ar­ten Twit­ters und/oder der Fol­gen von Populismus. 

Dabei — um solch Ver­ein­fa­chun­gen im Popu­lis­mus zum Funk­tio­nie­ren zu brin­gen — sind oft »die Ande­ren« Schuld. Gerade in einer sehr auf eine Figur bezo­ge­nen Rhe­to­rik ist dann schnell die (lang­fris­tig oft spal­tende, statt für das Ansin­nen zusam­men­brin­gende) Rede von »die da« und »wir«. Zudem: Jede Kom­ple­xi­tät igno­rie­rend wird der Ein­druck einer Kette erzeugt … In der es auf den ers­ten Blick einen kla­ren Schul­di­gen gibt. Auf den ers­ten Blick meint eine wei­tere Ver­ein­fa­chung: Diese Feinde sind ein­deu­tig und auch nicht — »Die da …!« … Agi­ta­to­ren wis­sen (bedau­er­li­cher­weise), dass der Feind nicht zu genau defi­niert wer­den darf. Andern­falls könnte ja noch leich­ter (als es bis­wei­len ohne­hin ist) über­prüft wer­den, dass hin­ter etwai­gen Ste­reo­ty­pen nicht viel steckt … 

So bedau­er­lich es zudem scheint, so ein Den­ken ist Aus­druck eines belieb­ten, ja für Men­schen gera­dezu all­gen­wer­ti­gen Kon­zep­tes — näm­lich dem von Kau­sa­li­tät: Diese funk­tio­niert im Klei­nen her­vor­ra­gend — Licht­schal­ter gedrückt, Licht an. Es reg­net, man wird (oder könnte es:) nass (wer­den). Eine Soft­ware­schu­lung kann sehr wahr­schein­lich die Bedie­nung der­sel­ben bei den Teil­neh­men­den verbessern. 

In grö­ße­rer Dimen­sion aber funk­tio­niert das nicht und den­noch hal­ten sich ent­spre­chende Kli­schees — auch in Bezug auf Kom­mu­ni­ka­tion: »Die Medien mani­pu­lie­ren!« oder »Wer­bung geht an mir vor­bei!« sind eben­bür­tig pro­ble­ma­ti­sche Aus­sa­gen. Denn man spricht am Mon­tag über den sonn­täg­li­chen Tat­ort. Dann scheint es beson­ders viel Ter­ro­ris­mus zu geben, weil gerade alle — von Jour­na­lis­ten bis zu den per­sön­li­chen Freun­den — über das Thema spre­chen … Hier wer­den also durch­aus mediale Wir­kun­gen sicht- und hörbar. 

Und übri­gens auch, dass neben klas­si­schen Medien Men­schen Medien sein kön­nen ≈ die Freunde/das Umfeld. Aber von »Über­man­nung« kann keine Rede sein: Filme und Wer­bung schei­tern regel­mä­ßig — etwai­ger Daten­ver­ar­bei­tung (≈ Big Data) zum Trotz, die doch den Erfolg eines Pro­duk­tes begüns­ti­gen sollte. Und umge­kehrt, also ohne wis­sen­schaft­li­chen Hin­ter­grund: Mehr oder min­der durch­dacht ange­wandte Emo­tio­na­li­tät, bei­nahe Unbe­herrscht­heit und ebenso mehr oder weni­ger bedach­tes Chaos und Wider­sprü­che kre­ieren Figu­ren, die gegen jede Ver­nunft von ihren Anhän­gern als cha­ris­ma­tisch, als einer von ihnen wahr­ge­nom­men wer­den. So arbei­tet ja der Popu­lis­mus bzw. der­ar­tige Per­sön­lich­kei­ten las­sen sich öfter nun auch wie­der in unse­rer Gegen­wart beobachten. 

Theo­re­tisch fin­den Teile der skiz­zier­ten Über­le­gun­gen im Kon­struk­ti­vis­mus oder in der Sys­tem­theo­rie eine Ent­spre­chung: In die­sen Kon­zep­ten geht man davon aus, dass Wirk­lich­keit etwas Kon­stru­ier­tes ist. Jeder Mensch für sich bzw. in gewis­ser Weise in soziale Grup­pen wird Wirk­lich­keit, wer­den Wirk­lich­kei­ten erzeugt — sehr selek­tiv (bewusst und unter­be­wusst) wird diese Infor­ma­tion zuge­las­sen, die andere nicht usw. Genauso wer­den Vor­stel­lun­gen vom jewei­li­gen Außen eines/des eige­nen Sys­tems mehr oder min­der kre­iert. Der Mensch ist selbst ein Sys­tem und an vie­len Sys­tem betei­ligt — jeder kennt das: Zuhause ver­hält man sich anders als im Büro oder unter alten Freun­den usw. 

Ana­log zum »Tun und Machen« eines angeb­li­chen, kli­schee­haft-ste­reo­ty­pen Fein­des tau­gen die Medien also nicht zum pau­scha­len Sün­den­bock. Auch Twit­ter nicht: Zwar »nötigt« Twit­ter eine gewisse Kom­mu­ni­ka­tion auf — durch die Länge der Tweets zum Bei­spiel. Aber der Nut­zer wird nicht gezwun­gen, den Dienst zu gebrau­chen. Zudem gibt es — wie spä­ter noch behan­delt — Wege, die Kürze der Mel­dun­gen zu rela­ti­vie­ren, die Mes­sage zu erwei­tern. Wer also in der Hoff­nung hier seine Abnei­gung gegen die soge­nann­ten (über 25 Jah­ren bis­wei­len alten) Neuen Medien bestä­tigt zu fin­den, die­sen Arti­kel auf­ge­ru­fen hat, muss ent­täuscht werden. 

Die Medien sind schuld …

…wäre ein der Ver­ein­fa­chun­gen, um die es hier geht, die aber im Sinne eines fun­dier­ten Dia­logs (über Medien/im Sinne von Medi­en­bil­dung) über­dacht wer­den müs­sen. Denn auf Medien trifft das zu, was oben mit einem »Zugleich« beschrie­ben wurde — Medien sind Spie­gel und Ein­fluss­fak­tor zugleich. Ein klei­ner und hof­fent­lich anschau­li­cher Exkurs kann zei­gen, was das meint: Ist das Sofa in der Sit­com Abbil­dung unsere Welt oder ihr Vor­gän­ger? Haben »die« das Wohn­zim­mer auf der Bühne ein­ge­rich­tet, wie die unse­ren, damit wir uns mit den Seri­en­fi­gu­ren iden­ti­fi­zie­ren? Oder haben wir im Laufe der Zeit unsere Wohn­zim­mer immer mehr danach gestal­tet, was wir dort — auf dem Flim­mer­kas­ten — sehen? 

Jeden­falls: Das dor­tige Sitz­mö­bel (das in der Fik­tion) ist uns zuge­wandt. Shel­don und Co. agie­ren, sodass das Publi­kum im Stu­dio und wir alles (die Hand­lung) nach­voll­zie­hen kön­nen. Shel­don und Co. schauen ggf. auf den Fern­se­her in ihrem Zim­mer. Bei­des, das TV-Gerät in der Big-Bang-Fik­tion und das reale Auf­zeich­nungs­pu­bli­kum, befin­den sich quasi an Posi­tion der Kame­ras, die die Sit­com ein­fan­gen. Und diese Kame­ras ent­spre­chen dann dem uns­ri­gen Fens­ter zu die­ser ande­ren (fik­tio­na­len) Welt, unse­rem TV-Gerät im rea­len (dem Auf­zeich­nungs­raum zeit­lich nach­ge­ord­ne­ten) Raum. Also: Im »rea­len« Raum sit­zen wir auf unse­rem Sofa und betrach­ten durch den Fern­se­her Shel­dons Wohn­zim­mer, wel­cher auf den fik­tio­na­len TV schielt — schauen Sie (oder er) uns an oder wir sie (bzw. ihn)? 

Wir brau­chen hier nicht in Para­noia zu ver­fal­len oder das Bei­spiel als kin­disch abwer­ten, müs­sen uns aber sehr wohl und noch ein­mal klar machen, dass Kau­sa­li­tät, das ange­ris­sene Ursa­che-Wir­kung-Den­ken, hin­sicht­lich Kom­mu­ni­ka­tion schnell an Gren­zen stößt: Was war zuerst da? Das lässt sich nicht so ein­fach bestim­men … Auch wenn dies in Tei­len ein phi­lo­so­phi­sches Gedan­ken­ex­pe­ri­ment ist, so zeigt das Bei­spiel doch, dass nicht immer alles ein­deu­tig geklärt wer­den kann. Und noch wich­ti­ger, es zeigt, dass wir auf Medien Ein­fluss neh­men und sie auch auf uns. Wir sind ihnen nicht aus­ge­lie­fert, wir kön­nen sie nut­zen. Aber natür­lich nut­zen sie auch uns (wie gesagt phi­lo­so­phisch, selbst­ver­ständ­lich sind Medien keine Lebe­we­sen und doch füh­ren sie durch­aus eine Art Eigen­le­ben). Die­ses Ver­ständ­nis schließt das kon­struk­ti­vis­ti­sche bzw. sys­te­mi­sche Den­ken nicht aus, es wird viel­mehr um eine netz­werk­ar­tige Aus­le­gung ergänzt.

Und an die­ser Stelle wol­len wir nicht doch noch einen Ste­reo­ty­pen bedie­nen. Hin­ter Medien ste­cken natür­lich Inter­es­sen — von kom­mer­zi­ell ori­en­tier­ten Eigen­tü­mern bis zu um Gerech­tig­keit und Auf­klä­rung bemüh­ten Jour­na­lis­ten oder Künst­lern. Auch hier ist mehr Viel­fäl­tig­keit und sind oft ganze Volu­men von Fak­to­ren am Werk, die durch ein »Die-da« nicht abge­bil­det wer­den. Inso­fern ist es bes­ser von Netz­wer­ken zu spre­chen, statt von Ket­ten. Das alles ist ein Grund, warum der Erfolg von Kom­mu­ni­ka­tion — im Sinne von »zwei Part­ner ver­ste­hen, warum es geht« — unwahr­schein­lich ist. Ein Bei­spiel dazu aus der Sit­com Friends: »—What does your favo­rite ani­mal say about you? —You mean behind my back?«

Ein ande­rer Fall wäre, wenn Sie gar nicht wol­len, dass Ihr Gegen­über alles rich­tig ver­steht, aber den­noch macht, was sich wol­len — da wären wir wie­der bei Kli­schees und Aus­las­sun­gen, um zu moti­vie­ren, ohne einen Sach­ver­halt in sei­ner Kom­ple­xi­tät abzu­bil­den. Nicht sehr von Sozi­al­kom­pe­tenz kün­dend! Und wenn Ihnen auch das nicht als Gegen­ar­gu­ment (gegen ein Zuviel an Aus­las­sun­gen oder Ver­kür­zun­gen) reicht, so sei dar­auf ver­wei­sen, dass so (der Mei­nung des Autors die­ses Blog nach) Pro­bleme unse­rer Zeit nicht erkannt und wohl auch nicht gut gelöst wer­den können.

… oder diejenigen, die sie nutzen: Die Wahrheit liegt dazwischen

Was heißt das nun kon­kret im vor­lie­gen­den Fall? — Eine kurze Deu­tung der Tweets bzw. zuvor, was eigent­lich im Dezem­ber 2019 pas­siert ist: Thun­berg bzw. ihr Team ver­schi­cken ein Foto der jun­gen Frau, auf dem Boden in einem Zug der Bahn sit­zend, und ergän­zen, dass Greta auf dem Heim­weg von der Kli­ma­kon­fe­renz in Madrid sei, eben auch durch Deutsch­land. Sie sei in (über-)vollen Zügen der Bahn unter­wegs, ist das Bild unter­schrie­ben. Die Bahn reagiert und stellt dar, dass Greta auf ande­ren Tei­len ihrer bzw. die­ser Reise, also im Rah­men vom Umstei­gen, durch­aus einen Sitz­platz, auch in Deutsch­land, hatte. Und die­ser sogar in der 1. Klasse lag, ihr zudem der Ser­vice der­sel­ben zuteil wurde, man sich dort um sie bemüht habe.

Neh­men wir die bei­den ers­ten Tweets aus­ein­an­der — chro­no­lo­gisch, ange­fan­gen also mit Thunbergs:

Ziele Ihrer Mes­sage bzw. der ihres Teams: 

  1. natür­lich durch das seri­elle Moment immer wie­der sich selbst, also Thun­berg (als Sym­bol­fi­gur) und natür­lich ihre Ziele, Auf­merk­sam­keit, ggf. einen Wan­del in der glo­ba­len Umwelt­po­li­tik etc. zu errei­chen, in Erin­ne­rung zu rufen ≈ seri­el­les Erzäh­len zur Fes­ti­gung von Zielen/einer Marke.
  2. Dann soll Greta als »eine von euch«, ihrer Anhän­ger insze­niert wer­den: Sie sitzt auf den Boden wie wohl viele Ihrer jugend­li­chen Anhän­ger — ganz unprä­ten­tiös ≈ alles für das große Ganze. Bei­nahe lehr­buch-gemäß — der Kon­ven­tion, wie man in der west­li­chen Welt Pro­gres­sion dar­stellt — blickt sie der Zukunft ent­ge­gen und damit nach rechts aus dem Bild. Es gehört durch­aus auch — das muss hier (noch ein­mal) gesagt wer­den — in den oft frag­wür­di­gen, und zwar Kom­ple­xi­tät redu­zie­ren­den Zusam­men­hang, Sym­bol­fi­gu­ren zu kre­ieren. Damit ist keine pau­schale Wer­tung beab­sich­tigt – Vor­bil­der habe ja eine lange Tra­di­tion bzw. der Glaube an ihre Reich­werte. Doch: Mit solch einer Per­son wird — gewollt oder nicht (so die Mei­nung des Autors die­ses Blogs) — von der Kom­ple­xi­tät des eigent­li­chen Vor­ha­bens oder Pro­blems bis­wei­len zu stark abge­lenkt. Zudem besteht die Gefahr, dass es (— die »Mis­sion« —) schließ­lich ohne sie oder all­ge­mei­ner eine Figur nicht mehr funktioniert. 
  3. Zuletzt ist da noch der, wenn auch nur indi­rekte, aber doch den Schlag­ab­tausch initi­ie­rende Sei­ten­hieb auf die Bahn — mit fol­gen­der mehr oder min­der impli­zi­ter Aus­sage: Die Bahn erfülle gegen­wär­tig und womög­lich auch zukünf­tig nicht die Bedürf­nisse der Rei­sen­den. Und schon gar nicht ihre kli­ma­schutz-bezüg­li­chen Beförderungspotentiale …

Was dabei aus­ge­las­sen wird:

  1. Greta musste nur einen Teil der Reise auf dem Boden ver­brin­gen, ihre »Lei­den« hielt sich also in Gren­zen — wohl auch, weil sie natür­lich nicht alleine reist.
  2. Greta reiste in der 1. Klasse, was sicher­lich aus­ge­las­sen wurde, um die Nähe zu ihren Fol­lo­wern oder bes­ser ihre Nah­bar­keit nicht zu ris­kie­ren. Den­noch kann ihr die Wahl der 1. Klasse, ange­sichts ihres Arbeits­pen­sums und ihrer Bekannt­heit, sicher­lich nicht pau­schal ver­übelt wer­den. Aber durch­aus süf­fi­sant wäre anzu­mer­ken, dass eine Reise in der 1. Klasse einen höhe­ren CO2-Aus­stoß ver­ur­sacht denn in der 2.. Schließ­lich fin­den weni­ger Rie­sende in den Wagen der 1. Klasse einen Platz — so ließe sich zumin­dest in eini­gen Kom­men­ta­ren nach­le­sen. Das mag klein­ka­riert sein, aller­dings ist es auch eine — durch die PR-Abtei­lung Thun­bergs wohl ein­kal­ku­lierte und viel­leicht aus des­halb unter­schla­gene Infor­ma­tion in Anti­zi­pa­tion einer — Reak­tion (im Sinne plum­pen »Glei­ches mit Glei­chem«) auf die oft sehr ideo­lo­gi­sierte und mora­lisch auf­ge­la­dene Dis­kus­sion um das Rei­sen bzw. das Bedürf­nis, bei­nahe allen Rei­sen­den ein schlech­tes Gewis­sen zu ver­pas­sen. Ins­ge­samt wird, als (etwas ent­fern­tere) Ergän­zung, dabei auch ver­ges­sen, dass glo­bale Pro­bleme ein glo­ba­les Ver­ständ­nis erfor­dern und damit das Rei­sen, nicht nur mit der Bahn, in die­sem Zusam­men­hang ein wich­ti­ges Instru­mente ist, Ein­blick in die Welt ande­rer Men­schen zu erhal­ten und damit die Wahr­schein­lich­keit zu erhö­hen, glo­bale Pro­blem zu lösen. 
  3. »Ver­zich­ten müs­sen immer nur die ande­ren«, ließe sich pro­vo­kant ergän­zen — und nicht nur auf das Rei­sen bezo­gen. Denn natür­lich ist das Inter­net, eines der Instru­mente zur Orga­ni­sa­tion der Umwelt­ak­ti­vis­ten und Publi­ka­ti­ons­ort der hier the­ma­ti­sier­ten Tweets, einer der größ­ten Ener­gie­ver­brau­cher. Und die mehr oder min­der umwelt­freund­li­che Ein­weg- bzw. ›To-go‹-Verpackung (vor Greta auf dem Zug­bo­den), je nach Foto mal sicht­bar, mal nicht, spa­ren wir gleich aus.

Und nun zur Bahn und ihrem Antwort-Tweet:

Ziele der Massage:

  1. Aus Sicht der Bahn Gerech­tig­keit herstellen/Frust Aus­druck ver­lei­hen: »So war es nicht!« Dabei wird eine Falsch­dar­stel­lung, zumin­dest eine Über­zeich­nung durch Thun­berg und ihr Team zumin­dest impli­ziert oder kri­ti­siert. Wie so häu­fig in unse­rer Zeit (nach Erfah­rung des Autors die­ses Blogs) wird hier natür­lich ein Den­ken in zwei Maßen offen­sicht­lich: Denn die Bahn ›ope­riert‹ ja selbst, was Geschick und Infor­ma­ti­ons­ge­halt bzw. Medi­en­wahl (hier ja Twit­ter) angeht, nicht wirk­lich ande­res denn Greta und ihr Team. Ein Angriff auf eine Sym­bol­fi­gur ist zudem nicht wirk­lich geschickt, da deren (bis­wei­len Pop­star ähn­li­che, quasi-reli­giöse) Auf­la­dung zum oben beschrie­be­nen Abwehr­re­flex bei Anhän­gern füh­ren kann. Obschon hier immer­hin ein freund­li­cher Grund­ton durch die Ver­tre­ter der Bahn gewahrt wurde.
  2. Dass man trotz die­ses Umstands — das Auf-dem-Boden-Sit­zen bzw. das dazu­ge­hö­rige Foto —bemüht um seine Kun­den ist und weiß, dass nicht alles opti­mal ist, sich die Lage aber ver­bes­sert oder man eine Ver­bes­se­rung anstrebt …
  3. Mehr oder min­der mit­ge­führt: Dass es in der 1. Klasse selbst ohne Sitz­platz nicht so schlimm ist bei Über­fül­lung. (Ob das geschickt ist?) 
  4. Dass man sich ja eigent­lich mit den Idea­len Thun­bergs (zudienst in PR-Hin­sicht) ver­bun­den fühlt. Gekop­pelt an die impli­zite For­de­rung: Mit Freun­den sollte (von ihr) anders (also posi­ti­ver) umge­gan­gen wer­den … Viel­leicht hatte man gar gehofft, sich mit etwai­gen Soli­da­ri­täts­be­kun­dun­gen aus etwai­gen Schuss­li­nien lang­fris­tig hin­aus­be­we­gen (gleich dazu mehr) und auf einer ›grü­nen Welle‹ mit­rei­ten zu können.

Was die Bahn auslässt:

  1. Dass eine durch­aus bahn-typi­sche Panne Aus­lö­ser (nicht Ursa­che — siehe Ziele Thun­bergs) des Fotos war: Zug­aus­fälle, tech­ni­sche Stö­run­gen etc. Rei­sende ken­nen das. Viel­leicht wird im frus­trier­ten Tenor dann doch sicht­bar mit­ge­führt, dass diese Pro­blem­lage wei­ter­hin, womög­lich auch auf­grund der zuletzt öffent­lich gewor­de­nen Pro­bleme in der Kon­zern­struk­tur und der dor­ti­gen Selbst­be­die­nungs­men­ta­li­tät, nicht in den Griff zu bekom­men ist. Man aber (und das ist ja durch­aus aus nicht aus­ge­las­sen, son­dern im Bahn-Tweet offen­bar gewor­den) auf dahin­ge­hend Kri­tik gereizt reagiert, sie viel­leicht »nicht mehr hören kann« ≈ dünne Haut in der Kon­zern-Kom­mu­ni­ka­tion oder unter den Mitarbeitenden.
  2. Bei aller Umwelt-Soli­da­ri­tät wird aus­ge­las­sen, dass die Bahn ein Betrei­ber u.a. beacht­li­cher LKW-Flot­ten ist und etwaige Umla­de­punkte — von der Straße auf die Schiene — in den letz­ten Jah­ren geschlos­sen hat … Es also mit der Nähe zu Thun­berg tat­säch­lich nicht immer so weit her ist.
  3. Dass der sicher­lich bemühte Ser­vice um Greta auch (aber sicher­lich nicht nur) mit ihrer Pro­mi­nenz zusam­men­hängt. Nor­ma­ler­weise ist der Ver­lust einer Reser­vie­rung, weil der ent­spre­chende Zug aus­fällt, im Grunde durch den Bahn­kun­den »run­ter­zu­schlu­cken«. Viel­leicht wäre es hin­sicht­lich PR hier bes­ser gewe­sen, zu ergän­zen »mit gewohn­ter« oder »all unse­ren Kun­den zuteil­wer­den­der Bemü­hung« – aber ver­mut­lich reichte der Platz im Tweet dafür nicht.
  4. Weni­ger eine Aus­las­sung denn ein kom­mu­ni­ka­ti­ves Pro­blem: Zwar wird hier im Blog-Text sehr auto­ma­tisch und gar per­so­ni­fi­zie­rend von »der Bahn« geschrie­ben. Sie ist natür­lich ein (über-)komplexer Kon­zern und wahr­schein­lich im vor­lie­gen­den Twit­ter-»Dia­log« nur eine von vie­len Abtei­lun­gen aktiv gewe­sen. Aber in Bezug auf Frau Thun­berg wurde bereits deut­lich, wel­che Kraft (auch in der PR) Sym­bol­fi­gu­ren ent­fal­ten kön­nen. Klar, ein Ronald McDo­nald der Bahn wäre gewagt, aber ähn­lich Apple etwa müsste die Bahn das »die Bahn« stär­ker und kon­kre­ter auf­la­den — wofür der Kon­zern näm­lich steht ist ange­sichts eines Öko-Image-Ver­suchs, dann des Abbaus regio­na­ler Ver­bin­dun­gen, in Anbe­tracht von Pres­ti­ge­pro­jek­ten wie Hoch­ge­schwin­dig­keits­stre­cken in dich­ten Sied­lungs­raum, usw. nicht wirk­lich klar.

Provoziert über Twitter, Aufmerksamkeit verbucht ≈ alles richtig gemacht …

Betrach­tet man die zahl­rei­chen Reak­tio­nen auf den Schlag­ab­tausch haben beide Par­teien Twit­ter eigent­lich ganz her­vor­ra­gend genutzt. Näm­lich, in dem sie das, was hier als Ver­ein­fa­chung oder ‑Kür­zung bezeich­net wurde, als (mehr oder min­der bewuss­ten) Cliff­han­ger genutzt haben. Der Begriff stammt aus dem Kom­plex des bereits erwähn­ten seri­el­len Erzäh­lens. Auch eine Erzähl­weise, die wie die Medien selbst oft eine undif­fe­ren­zierte Schelte erfah­ren hat — weil Serien angeb­lich pau­schal stumpf­sin­nig wie­der­ho­len oder ein ste­tes Dran­blei­ben errei­chen wol­len, was natür­lich kom­mer­zi­ell bestimmt ist. Mit Serie wie Brea­king Bad, Game of Thro­nes oder Baby­lon Ber­lin hat sich diese Sicht­weise par­ti­ell gewan­delt. Ohne­hin ist das seri­elle Erzäh­len auch in vie­len Wer­ken der Welt­li­te­ra­tur oder von Autoren sel­bi­ger genutzt wor­den. Aber das führt hier zu weit. Wer mehr über seri­el­les Erzäh­len, am Bei­spiel des Fern­se­hens, erfah­ren will, sollte sich den Sammelband/das Buch »Vier Typen seri­el­len Erzäh­lens im Fern­se­hen …« zu legen. 

In jedem Fall kann der Cliff­han­ger, über die Unge­wiss­heit des An-der-Klippe-Hän­gens des gelieb­ten Hel­dens hin­aus, eine Pro­vo­ka­tion oder eine bewusste Aus­las­sung sein — man weiß nicht, wie es wei­ter geht, die ver­än­derte Lage stellt alles in Frage. Man muss dran blei­ben — hier bis zum nächs­ten Tweet als Form von Folge oder man muss sich inten­si­ver mit dem Sach­ver­halt beschäf­ti­gen. Oder (je nach ambi­va­len­ten Ansin­nen sogar idea­ler) die Leser las­sen sich von der kur­zen Aus­sage so auf­bau­schen, dass sie die Bot­schaft gleich tei­len, ohne ihren Kon­text über­prüft zu haben — wie­der­rum für die Reich­weite des Accounts und einer Marke bzw. das schnelle Her­aus­ste­chen auf dem schnell­le­bi­gen Rau­schen unse­rer Zeit zuträg­lich. Ein­her­ge­hend, mehr oder min­der als Neben­ef­fekt im genann­ten Schlag­ab­tausch, wer­den die eige­nen Inter­es­sen oder Pro­blem­la­gen — etwa, dass die Bahn eben mehr (poli­ti­sche) Unter­stüt­zung bräuchte, sie über ihre Aus­rich­tung nicht m Kla­ren zu sein scheint — wie­der ein­mal mehr oder weni­ger deut­lich betont oder am Rande mitgeführt … 

… aber nicht für einen konstruktiven Austausch

Jeden­falls, je nach Defi­ni­tion von Erfolg: Ohne Kon­text zu pro­vo­zie­ren oder die Aus­las­sung der Tweets zw. Thun­berg und der Bahn kön­nen auch als Miss­erfolg — für beide Sei­ten — ver­stan­den wer­den. Ob das nun von den betei­lig­ten Par­teien auch so gese­hen, steht auf einem ande­ren Blatt. Die Gesamt­mes­sage Thun­bergs, etwaige Intrans­pa­ren­zen zu ihrem Team oder ihren Finan­ziers mal außer Acht, lei­det womög­lich, wenn man (und so hat es die Bahn bzw. die ent­spre­chende Abtei­lung zur Öffent­lich­keits­ar­beit wohl gese­hen) nur kri­ti­siert — so impli­zit dies hier auch der Fall gewe­sen sein mag. Denn das zemen­tiert nur die Hal­tung ihrer Geg­ner — wir haben den Mecha­nis­mus oben behandelt. 

Der Kli­ma­wan­del ist nun aber eine Auf­gabe, die Kom­pro­misse erfor­dert und einen Dia­log mit allen. Bei­des kann natür­lich gefähr­det wer­den, wenn durch­si­ckert, dass man in der 1. Klasse unter­wegs ist. Die dahin­ge­hen­den Deu­tun­gen oder das womög­lich in der Ver­kür­zung beab­sich­tigte Ver­mei­den bestimm­ter Bewer­tun­gen eben­falls außer Acht, wird womög­lich der Ein­druck erzeugt, dass hier bzw. viel­leicht nicht nur hier — so könn­ten es Geg­ner oder Skep­ti­ker, gar Sym­pa­thi­san­ten nach­tei­lig für die Gesamt­sa­che oder die Absich­ten Thun­bergs aus­le­gen — sehr selek­tiv, also sehr nach dem Motto »nur, was (für die eigene Agenda) passt«, von Thun­berg und ihrem Team kom­mu­ni­ziert wird. 

Und auch der Sym­bol­cha­rak­ter, oben wurde auf seine Poten­tiale ›in Gren­zen‹, ver­wie­sen, erweist sich hier als par­ti­ell nach­tei­lig. Thun­bergs Tweet und seine Inten­tio­nen hät­ten auch als Baga­telle abge­tan wer­den kön­nen — wirk­lich wich­tig ist der Schlag­ab­tausch nicht, noch hat er wirk­lich infor­ma­ti­ven Gehalt (zur Posi­tion und zum Cha­rak­ter der Kon­tra­hen­ten). So sieht es der Autor die­ses Blog-Bei­trags — bzw. die Defi­zite der Bahn und ihr ange­streb­tes Image bil­den eine (nicht nur jedem Bahn-Kun­den) bekannte Schere. 

Wie bereits ein­gangs erwähnt wäre hier auch von nach­ge­ord­ne­ten Medi­en­in­stan­zen ein Ver­zicht auf einen Bericht zu die­sen bzw. das Auf­grei­fen der Tweets (jeden­falls in der nun tat­säch­li­chen Grö­ßen­ord­nung) sinn­voll gewe­sen — wenn­gleich so etwas immer eine Grat­wan­de­rung bleibt. Ande­rer­seits zieht eine Sym­bol­fi­gur der­ar­ti­ges — ein Beach­ten kleins­ter Regun­gen — gera­dezu auf sich — wenn man will die typi­sche Büchse der Pan­dora auf Social-Media-Ebene: Das Koket­tie­ren mit der Pri­vat­per­son ist Segen und Fluch zugleich. Was wie­der­rum vom eigent­li­chen Anlie­gen ablenkt: Die ernüch­tern­den Ergeb­nisse der Kli­ma­kon­fe­renz in Madrid ver­schwan­den — wohl kaum in Sinne Thun­bergs oder ange­sichts der gewall­ti­gen Umwelt­pro­bleme — als­bald von der »Bild­flä­che«.

Und die Bahn äußerst sich nicht nur daten­schutz­tech­nisch frag­wür­dig detail­liert über die Reise eines ihrer Gäste, son­dern zeigt sich unge­schickt dünn­häu­tig. Schließ­lich will sie — nicht zuletzt arg pla­ka­tiv und recht ein­falls­los, könnte ergänzt wer­den — mit grü­nen Strei­fen an ihren Zügen auf ihr Enga­ge­ment oder ihren Wert hin­sicht­lich des The­mas »Umwelt­schutz« ver­wei­sen oder eine ent­spre­chende Instanz sein. Gleich­sam krankt sie aber an den immer glei­chen Pro­ble­men: Aus­fäl­len, Unpünkt­lich­keit — und dies auch im vor­lie­gen­den Fall. Bis — man könnte fast sage, »das war doch klar« — der­glei­chen natür­lich als­bald eben­falls durch­rie­selt oder dem ins­ge­samt wenig stra­te­gisch kom­mu­ni­zie­ren­den Kon­zern vor­ge­wor­fen wird. Gerade in Bezug auf das seri­elle Erzäh­len ist die »Nicht-Wahr­neh­mung« eines Cliff­han­gers der große Bruch mit einer oder der Serie. Wie im Fern­se­hen dann womög­lich die Fort­set­zung ausbleibt/nicht pro­du­ziert wird, wäre es hier viel­leicht aus Sicht der Bahn sinn­voll gewe­sen, auf Gre­tas Pro­vo­ka­tion nicht zu reagie­ren. Dann wäre die­ser Vor­fall bzw. »die Sache (für die Bahn) nicht nach hin­ten los gegangen«.

Mehr Kontext — zumindest anbieten — oder …

Eine wei­ter­füh­rende Beschäf­ti­gung mit — also auch all­ge­mein, vom kon­kre­ten Fall gelöst — einem Sach­ver­halt oder einem Tweet durch die Lesen­den kann pas­sie­ren, muss lei­der nicht. Viel­leicht hätte es dann (im Fall einer inten­si­ve­ren Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Sach­ver­halt) die Echauf­fie­rung über die bei­den Tweets gar nicht erst gege­ben. Wir haben ja all­ge­mein fest­ge­hal­ten oder/und müs­sen ergän­zen, dass auch ein Tweet nicht pau­schal Erfolg haben muss. Hat dann aber doch der Tweet unsere Auf­merk­sam­keit auf sich gezo­gen, kann es pas­sie­ren, (wie­der­rum) es muss aber nicht, dass wir uns inten­si­ver mit dem eben der Kürze von Twit­ter geschul­de­ten Skiz­zen­haf­ten aus­ein­an­der­set­zen. Auch des­halb wurde oben bereits dar­auf ver­wie­sen, dass Twit­ter hier nicht als Sün­den­bock her­hal­ten kann. Twit­ter gibt natür­lich eine Gewisse Länge vor und for­dert quasi auf, zu kür­zen oder in die­sem Fall etwas aus­zu­las­sen. Aber ein sol­che Schuld­zu­schrei­bung wäre zu ein­fach, denn der oder die Twit­ter-Nut­zer müs­sen sich ja nicht drauf beschrän­ken. Sie könn­ten einen Link ein­fü­gen oder ein Foto samt Text für län­gere State­ments. Oder eben Twit­ter nicht nutzen.

Wie bereits mehr­fach ange­deu­tet, es könnte eben auch Inter­esse der Twit­ter-Autoren sein, keine Klar­heit her­zu­stel­len. Wobei dies all­ge­mein ver­stan­den wer­den soll und nicht den kon­kre­ten Par­teien des Bei­spiels unter­stellt wird. Im Sinne der bereits mehr­fach erwähn­ten Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit möchte der Autor die­ses Blog-Ein­trags aber auch dar­auf ver­wei­sen, dass es bes­ser wäre, Sach­ver­halte für einen Dia­log bes­ser auf­zu­be­rei­ten und ihre Kom­ple­xi­tät nicht unbe­darft oder unbe­grenzt zu redu­zie­ren. Oft hilft es etwa zu ›reframen‹ — d.h., einen zunächst tro­cke­nen und/oder eben sehr kom­plex wir­ken­den Sach­ver­halt in eine Geschichte zu ver­pa­cken oder anschau­li­che Bei­spiele zu wählen. 

»Genau das errei­chen Sym­bol­fi­gu­ren doch zum Bei­spiel!« Ja, aber es ist ein Mit­tel­weg zu fin­den – zw. Ver­ein­fa­chung, Kür­zung und illus­tra­ti­ver Erzäh­lung sowie der Auf­be­rei­tung von Kom­ple­xen. Oft wir behaup­tet, manch Aspekte könn­ten bestimmte Men­schen nicht ver­ste­hen, also las­sen wir das dann gleich auch. Zwei­fels­los ist Der­ar­ti­ges — diese Auf­be­rei­tung — zeit­in­ten­siv, erfor­dert Pro­fis. Und wei­ter­füh­rend klar, damit wird Kom­ple­xi­tät nicht oder wahr­schein­lich nicht kin­der­leicht, aber doch besteht eine Chance, dass ein Kom­plex zugäng­li­cher wird.

… mehr Reflexion wagen und trainieren.

Wir haben bereits drauf ver­wie­sen, dass sehr kau­sa­les Den­ken nicht wirk­lich hilft, Kom­mu­ni­ka­tion zu erfas­sen. Genauso haben wir dar­auf ver­wie­sen, dass sie sich nicht in Gänze über­win­den lässt. Inso­fern kann es selbst über die Kürze von Twit­ter hin­weg gelin­gen, sich mit kom­ple­xen Sach­ver­hal­ten in gebüh­ren­der Weise zu beschäf­ti­gen, also mehr als die vor­ge­ge­bene Zei­chen­menge zu nut­zen — etwa durch wei­tere, über einen Link abruf­bare Infor­ma­tio­nen, die Sie etwa über Ihre Inter­net­prä­senz bereit­stel­len. Auch das garan­tiert noch keine Aus­ein­an­der­set­zung mit den wei­te­ren Infos, das haben wir ja bereits gesagt, erhöht sie jedoch. Diese Her­an­ge­hens­weise scheint zumin­dest idea­ler, als Infos nicht direkt zur Ver­fü­gung zu stel­len und nur auf Eigen­re­cher­che zu hof­fen. Den­noch gilt der Erfah­rungs­wert, dass mehr als die Hälfte der Nut­zer eine Nach­richt auch dann tei­len, wenn sie nur die Über­schrift gele­sen haben. Und wei­tere bzw. Tweets sind ja kaum oder gar nicht län­ger als Über­schrif­ten. Es mag Ihr Ziel sein, auch ohne Refle­xion durch den Nut­zer eine hohe Reich­weite zu erzeu­gen, aber ist das für Ihr even­tu­ell rele­van­tes Anlie­gen und/oder kom­ple­xen Sach­ver­halt immer sinnvoll? 

Zurecht wird etwas in Usa­bi­lity und im Con­tent Design dar­auf ver­wei­sen, die ›Brille des Nut­zers‹ auf­zu­set­zen. Das heißt, sich in seine Posi­tion zu ver­setz­ten und sei­nen Bedürf­nis­sen gerecht zu wer­den. Das ist durch­aus berech­tigt und viel zu oft nicht der Fall, aller­dings sollte auch gefragt wer­den, ob viele Nut­zer nicht oder unzu­rei­chend im Umgang mit Medien und Kom­mu­ni­ka­tion geschult sind. So fal­len die Pro­vo­ka­tio­nen eini­ger Tweets auch bei seriö­sen bzw. pro­fes­sio­na­len Anbie­tern auf frucht­ba­ren Boden. Sie grei­fen die Aus­sa­gen auf, stel­len sie zwar oft auch in einen kon­kre­ten Zusam­men­hang, sie ergän­zen also, was aus­ge­las­sen wird. Aber — und das ist zwei­fels­los eine Grat­wan­de­rung, deren Bewer­tung hier nicht erfol­gen kann — mit dem Auf­grei­fen wird die Nach­wir­kung ver­stärkt, weil eben auch andere Medien über den pro­vo­kan­ten Kom­plex berichten. 

Viel­leicht kann es also sinn­voll sein, den Umgang mit Twit­ter als Nut­zer oder Rezi­pi­ent genauer zu hin­ter­fra­gen — oder je nach Fall den Dienst sogar mal zu igno­rie­ren (wie oben ange­deu­tet). Zudem kann es hilf­reich sein, dass Men­schen jeden Alters Stra­te­gien erler­nen, wie Sie selbst mit Kom­mu­ni­ka­tion und Medien umge­hen, wie sie und was sie tei­len, wie sie selbst reagie­ren, was sie selbst posten …

Und wir soll­ten in die­sem Zusam­men­hang auch die Pro­vo­ka­tion nicht grund­sätz­lich bewer­ten, also nega­tiv. Gerade im künst­le­ri­schen Feld ist sie ein pro­ba­tes Mit­tel, um Dis­kus­sio­nen anzu­sto­ßen. Natür­lich sind damit auch die Pro­vo­ka­tio­nen auf Twit­ter Anre­ger von Dis­kus­sio­nen. Und sei es nur, dass so der wahre Cha­rak­ter einer Per­son offen­bart und bespro­chen wird. Die im Künst­le­ri­schen zumin­dest theo­re­tisch dazu­ge­hö­rende, und zwar sor­gen­volle Beob­ach­tung ten­diert natür­lich in besag­ten und impli­zier­ten Fäl­len zu von diver­sen Inter­es­sen und Ziel­set­zung unter­wan­der­ten Aus­sa­gen — etwa: Auf­het­zen, um im ein­gangs beschrie­be­nen Sinne die eigene Grup­pie­rung oder die sie reprä­sen­tie­rende Figur zu stär­ken, eine kom­mer­zi­elle Nach­wir­kung zu fördern … 

Kurz zusammengefasst

Twit­ter ist — möchte man zumin­dest einen fun­dier­ten Dia­log oder Aus­tausch errei­chen — nur ein mit Kon­text — also z.B. Links — funk­tio­nie­ren­des Medium, um kom­ple­xen Sach­ver­hal­ten gerecht zu wer­den (wie gesagt, wenn man das denn möchte). Die pro­vo­kante Note wird zwar ggf. auch dann fort­be­stehen, aber, über ein viel­leicht oft zu viel erwar­tete Eigen­in­itia­tive hin­aus, anhand eines Links mehr Hin­ter­grund gebo­ten. Ob dies gelingt, ist wie gesagt nicht garan­tiert. Nichts anzu­bie­ten jedoch führt eben zu jener Ver­kür­zung, die in dem hier bei­spiel­haf­ten Schlag­ab­tausch mün­den kann. Eine Kon­fron­ta­tion, die zumin­dest in einer Aus­le­gung für alle Betei­lig­ten nicht unbe­dingt vor­teil­haft ist. Der Ein­satz von Twit­ter ist und bleibt vor allem, der Kürze des Diens­tes ent­spre­chend, für Nach­rich­ten sinn­voll, die zunächst kei­nen Kon­text benö­ti­gen: »Straße XX gesperrt, bitte YY als Aus­weich­route nut­zen.«, »Groß­brand in XX, Fens­ter und Türen geschlos­sen hal­ten«. »Unter­richts­aus­fall …« Oder all jene die frag­wü­ridge Ver­kür­zun­gen nut­zen wol­len, nur um ihre Inter­es­sen durch­zu­set­zen. Das Bei­spiel um den vor­lie­gen­den Dia­log jeden­falls ver­weis auf die Rele­vanz auch für Rezi­pi­en­ten, sich mehr mit Komm­mu­ni­ka­tion und Medien auseinanderzusetzen. Hahn Logo Textende

Texte aus der Feder von …

Dr. Sönke Hahn, Kommunikation

Erfahrungsschatz: Über 10 Jahre als ausgezeichneter Filmemacher und Designer — u. a. prämiert mit »Red Dot«, »iF Design Award« und »German Design Award«

Hintergrundwissen: interdisziplinäre Doktorarbeit an der Bauhaus-Universität Weimar, wissenschaftliche Vorträge und Publikationen im Feld Kommunikation und Medien

kommunikation können. ist mein Antrieb und Motto. Es meint, Sie in Sachen Kom. und Medien unterstützen. Sie können mich zum Beispiel mit der Realisation Ihrer Kommunikation beauftragen. Besser noch: Sie stärken Ihre Fähigkeiten in Sachen Sachen Kom. und Medien. Damit Ihre unternehmerischen oder edukativen Botschaften ankommen, Sie sich aus dem Rauschen hervorheben. Medien-, gar Weltkompetenz weit über das hinaus, was gemeinhin mit »Medien« gemeint ist: Kommunikation können. beschreibt ein ganzheitliches Denken und Handeln: von Konzeption zur Realisation, von einzelnen Projekten über Kampagnen bis zu ganzen Unternehmen, verbessertes Innovationsmanagement oder fundiertes Employer Branding … für Unternehmen, Profis, Gründer*innen, Lehrende, Dozierende und Interessierte. All das anhand anschaulicher Seminare und Workshops.

Dr. Sönke Hahn, KOMMUNIKATION