5mal Futter für Sinne und Hirn — in bewegten Bildern

29. Mrz. 2020

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Im Zuge von Corona sind für vor­aus­sicht­lich einige Zeit eine Menge Ange­bote weg­ge­bro­chen — auch kul­tu­rel­ler Art. Offer­ten, die wich­tig für unsere geis­ti­gen und gefühls­mä­ßi­gen Bedürf­nis sind. Oder um mal in der Fan­ta­sie etwas aus den vier Wän­den raus­zu­kom­men. Viel­leicht kön­nen die fol­gen­den Filme aus mei­ner Feder sol­che Kurz­weil begüns­ti­gen: von Action über Dra­men nach wah­ren Bege­ben­hei­ten bis hin zum Expe­ri­men­tel­lem mit Hor­ror-Note, von Kurz­film über Serien-Kon­zept bis zu einem VR/Fulldome. Alles in Kurz­film-Form. Viel Spaß! Link zur Play­liste am Ende des Beitrags …

breakFAST

— Action, 2011/12; Film in zwei Ver­sio­nen: in 16:9 und als Full­dome- bzw. VR-Ver­sion, gedacht und auf­ge­führt in Planetarien

Ein moder­ner Film Noir: In einer Kom­bi­na­tion rea­len Bild­ma­te­ri­als (Dar­stel­ler via Blue-Box) und einer aus (im drei­di­men­sio­na­len Raum ange­ord­ne­ten) Zeich­nun­gen bestehen­den Film­welt wird die Geschichte einer Fahr­rad­ver­fol­gungs­jagd erzählt. Am Anfang steht ein ver­meint­lich ein­fa­cher Bröt­chen­kauf, der unse­rem Hel­den mehr abver­langt, als er sich das hat träu­men las­sen…  Action nach dem klas­si­schen Kon­zept der Hel­den­reise, mit einem Augenzwinkern.

Bei iden­ti­scher Hand­lung sind zwei Filme ent­stan­den, die jeweils ihrem Medium ent­spre­chend spe­zi­fi­sche gestal­te­ri­sche Ent­schei­dun­gen erfor­dert haben. Diese Dif­fe­ren­zen oder Gemein­sam­kei­ten wur­den (wis­sen­schaft­lich) doku­men­tiert und 2012 im Rah­men einer Kon­fe­renz prä­sen­tiert. Ent­stan­den im Stu­dium an der Bau­haus-Uni­ver­si­tät Weimar.

Die Full­dome-Ver­sion des Films — 360° x 180°, also eine Halb­ku­gel fül­lend — wurde zur Auf­füh­rung in Pla­ne­ta­rien bzw. Media­do­mes ent­wi­ckelt und kann hier gese­hen wer­den, mit 3D-Brille etc. 

  • Aus­zeich­nung »Per­for­mance Award – powe­red by Carl Zeiss«, Full­Dome Fes­ti­val Jena 2012, Carl Zeiss Pla­ne­ta­rium, Full­dome-Ver­sionAus­zeich­nung 2. Platz Publi­kums­preis, Full­Dome Fes­ti­val Jena 2012, Fulldome-Version
  • Scree­ning »47. Werk­statt der Jun­gen Film­szene« Wies­ba­den 2012, 16:9‑Version
  • Scree­ning auf dem Kurz­film­fes­ti­val Kon­stanz, »kurz.film.spiele« Kon­stanz am Boden­see 2012, 16:9‑Version
  • Aus­zeich­nung For­schungs­preis Vor­trag »Full­dome vs. 16:9« (zur dif­fe­ren­ten Gestal­tung und Kon­zep­tion von Full­dome und 16:9), »Koor­di­na­ten Fes­ti­val der räum­li­chen Medien« FH Kiel, Vor­trag 16:9- und Fulldome-Version
  • Screening/Finalist auf der »Full­dome UK 2012« Fes­ti­val, Lei­ces­ter, UK im Natio­nal Space Cen­ter, 2012, Fulldome-Version
  • Aus­zeich­nung 3. Platz auf dem »FILM­t­huer Fes­ti­val«, Jena 2013, 16:9‑Version
  • Aus­zeich­nung Sil­ber auf dem »Fan­tEx Fes­ti­val«, Waib­lin­gen 2013, 16:9‑Version
  • Scree­ning zur »Kurz­Film­Nacht – Best-of FILMthuer.2013«, Publi­kums­lieb­linge im Frei­luft­kino, Markt­platz Jena 2013, 16:9‑Version
  • Scree­ning auf dem »Kunst­ra­sen Fes­ti­val 2013«, Erfurt 2013, 16:9‑Version
  • Scree­ning auf der »Quel­li­nale 2013«, Göp­fers­dorf 2013, 16:9‑Version
  • Scree­ning auf der »Poly­nome pre­sen­ta­tion 2014«, Mon­tréal 2014, Fulldome-Version

Der Blumentopf

— Drama, 2013, von ech­ten Erleb­nis­sen inspi­riert, mit einem Hund als Star.

Kurz­film nach wah­rer Bege­ben­heit, in der ein klei­ner Hund zur ent­schei­den­den Größe wird: Der Ein­bruch wäh­rend einer Beer­di­gung scheint so ver­werf­lich wie geschickt — bis ein uner­war­te­ter Haus­be­woh­ner in Erschei­nung tritt … 

Kurz­film von Sönke Hahn und Kata­rina Sengs­ta­ken, 2013 

Haupt­dar­stel­ler: Mar­tin Bertram 

  • Scree­ning »XIII St. Peters­burg Inter­na­tio­nal Fes­ti­val of Debut and Stu­dent Films BEGIN­NING 2014« St. Peters­burg, Russ­land 2014 
  • Scree­ning »Queen City Film Fes­ti­val« Cum­ber­land, Mary­land, USA 2014
  • Scree­ning »Pur­beck Film Fes­ti­val« Ware­ham, Dor­set, Eng­land 2014 
  • Scree­ning »Quel­li­nale 2014« Gar­bis­dorf, Göpfersdorf,
  • Scree­ning »Views­ter Online Film Fest 4« 2014 
  • Scree­ning »Film­t­huer 2014« Jena 
  • Scree­ning »BYOB goes ZKM 2015« Karlsruhe 
  • Scree­ning »BDFA Bun­des­film­fest 2015« Schrobenhausen

Nox Lucida

— Sci­ence-Fic­tion-Drama, 2011; etwas lang, aber atmo­sphä­risch und mit einem Twist sowie einem Hauch von Trash

laute stille…

heiße kälte…

kon­fuse klarheit…

bei hel­ler nacht…

Ein unwirk­li­cher Pla­net, ein Astro­naut ohne Erin­ne­rung auf der Suche nach Hilfe und sei­nem ver­schüt­te­ten Gedächtnis…

—TV-Aus­strah­lung (Kabel und Stream) pier111​.tv, 2013

Habitat 2

— Drama/Thriller, 2015–17; Ein­blick in ein Seri­en­kon­zept, Teil mei­ner Doktorarbeit

Was-wäre-wenn-Sze­na­rio in den 1980er Jah­ren: Wir erwa­chen gemein­sam mit der Haupt­prot­ago­nis­tin in einem Bun­ker, einer Luft­schleuse — dem Regie­rungs­bun­ker der DDR. Der Kalte Krieg scheint zu einem hei­ßen gewor­den zu sein: Was ist mit Freun­den und Fami­lie außer­halb des Bau­werks gesche­hen, was wird mit den Bewoh­nern des Bun­kers gesche­hen? Die Res­sour­cen sind begrenzt, »oben« ist eine nukleare Zer­stö­rung zu erwar­ten. Trotz die­ses Ein­schnitts ist alte Welt und der Tota­li­ris­mus ledig­lich in einen Mikro­kos­mos, in den Bun­ker, trans­fe­riert: die Kon­trolle über andere, dif­fe­rente Ränke, ein unter­schied­li­cher sozia­ler Sta­tus in Kom­bi­na­tion mit der per­sön­li­chen Agenda des ein oder ande­ren — um das Vor­her zu bewah­ren, eine neue Welt zu bauen oder das Beste aus der Situa­tion zu holen … Doch etwas scheint selt­sam … einige Per­so­nen schei­nen mehr über das zu wis­sen, was sich im Bun­ker ereig­net und da drau­ßen geschieht … oder pas­siert gar nichts?

Zweite künst­le­ri­sche Arbeit im Rah­men der Dis­ser­ta­tion — in Nar­ra­tion, Inhalt und Ästhe­tik: Aus­ein­an­der­set­zung mit der Hete­ro­to­pie nach Fou­cault. In die­sem Rah­men fin­det auch eine Beschrei­bung der fata­len Mecha­nis­men von Extre­mis­mus statt: https://e‑pub.uni-weimar.de/opus4/frontdoor/index/index/docId/3711

Eine deutsche Jagdgeschichte.

— Drama mit Hor­ror-Ele­mente, 2012; Ani­ma­tio­nen und Real­foo­tage kombiniert

Zeich­nun­gen und Noti­zen lie­gen ver­teilt auf dem Wald­bo­den. Es sind diese Zeich­nun­gen, die zu den Ereig­nis­sen füh­ren, die über fünf Tagen zuvor ihren Anfang nah­men und bis in die Gegen­wart nach­wir­ken… Der Kurz­spiel­film han­delt von drei Jägern. Er schil­dert das Auf­ein­an­der­tref­fen der drei in einem Wald­ge­biet. In einem Wech­sel­spiel aus Ani­ma­tio­nen und Real­bild wird der Zuschauer auf eine schein­bar end­lose Reise geschickt. Eine Reise, die endet, wie sie anfängt, keine Ende zu ken­nen scheint: Zeich­nun­gen und Noti­zen lie­gen ver­teilt auf dem Boden eines Wal­des. Es sind diese ani­mier­ten Zeichnungen … 

Auf abs­tra­hierte Weise, mit sur­rea­ler bis dras­ti­scher Note the­ma­ti­siert der Film das immer­wäh­rende Phä­no­men der mora­li­schen Über­heb­lich­keit — aus einer kri­tisch-künst­le­ri­schen Per­spek­tive: Im Glau­ben an die jeweils eigene »weiße Weste« offen­bart sich nicht sel­ten eine Jagd, bei der nicht ersicht­lich ist, wer Jäger, wer Beute ist: bedenk­li­che, radi­kale und bis­wei­len fata­ken Ver­hal­tens­mus­ter tre­ten in Erschei­nung, wenn nur in Schwarz und Weiß gedacht wird statt Grau­stu­fen zu akzep­tie­ren, ein Zusam­men­le­ben wird damit immer schwerer …

  • TV-Aus­strah­lung (Kabel und Stream) pier111​.tv, 2012
  • Scree­ning »zwerk­werk – die 12. olden­bur­ger kurz­film­tage« Olden­burg (OLDB), 2012
  • Scree­ning »Film­t­huer Film­fes­ti­val« Jena, 2013
  • Aus­zeich­nung Sil­ber auf dem »Fan­tEx Film­fes­ti­val« Waib­lin­gen, 2013
  • Scree­ning (als Haupt­film) »Kunst­ra­sen Fes­ti­val 2013« Erfurt, 2013
  • Scree­ning »Views­ter Film Fes­ti­val: Be afraid. Be very afraid.« 2014
  • Scree­ning »Quel­li­nale 2014« Gar­bis­dorf, Göpfersdorf

Los geht’s — Link zur Playlist 

exter­ner Link: https://www.youtube.com/watch?v=GcTArWV9QcE&list=PLl1L5tPZZF–UBHpQ-sh4c_RCKuNQ5sGa

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Texte aus der Feder von …

Dr. Sönke Hahn

Erfahrungsschatz: Über 10 Jahre als ausgezeichneter Filmemacher und Designer — u. a. prämiert mit »Red Dot«, »iF Design Award« und »German Design Award«

Hintergrundwissen: interdisziplinäre Doktorarbeit an der Bauhaus-Universität Weimar, wissenschaftliche Vorträge und Publikationen im Feld Kommunikation und Medien

kommunikation können. ist mein Antrieb und Motto. Es meint, Sie in Sachen Kom. und Medien unterstützen. Sie können mich zum Beispiel mit der Realisation Ihrer Kommunikation beauftragen. Besser noch: Sie stärken Ihre Fähigkeiten in Sachen Sachen Kom. und Medien — mit meinen Fortbildungen: 

Dr. Sönke Hahn, KOMMUNIKATION